Waldorfpädagogik

Die Schule ist einzügig, die Schülerinnen und Schüler durchlaufen - ohne Sitzenbleiben - die gesamte Schulzeit im Klassenverband. Bis zum Ende der Mittelstufe in der 8. Klasse werden die Kinder von ihrer Klassenlehrerin oder ihrem Klassenlehrer jeden Morgen im Hauptunterricht in Fachepochen unterrichtet.  

Bereits in der Unterstufe ab der 1. Klasse lernen die Schülerinnen und Schüler die Fremdsprachen Englisch und Französisch von unseren Fachlehrerinnen und Fachlehrern. Die kognitiven Fächer werden durch Handarbeits- und Werkunterricht sowie Eurythmie, Musik und Sport ergänzt.

In der Oberstufe wird der Unterricht von verschiedenen Fachlehrerinnen und Fachlehrern erteilt. Unsere Aufgabe in der Oberstufe ist es, Situationen zu schaffen, in denen die jungen Menschen Urteilsfähigkeit, Entscheidungskraft, Selbständigkeit im Handeln, Vertrauen in sich selbst und die Welt und vor allem Mut entwickeln können. 

 

Das Kind in Ehrfurcht empfangen,

in Liebe erziehen

und in Freiheit entlassen.

Rudolf Steiner

Praktika und Projekte spielen hierbei eine wichtige Rolle: in der 9. Klasse das Landbaupraktikum, in der 10. Klasse das Feldmesspraktikum und das Betriebspraktikum und in der 11. Klasse das Sozialpraktikum. Nicht zu vergessen sind regelmäßige Chor- und Orchesterprojekte, jährliche Aufführungen des Mittel- und Oberstufenorchesters sowie die Theater- oder Musicalaufführungen der Klassen 8 und 12. In der 13. Klasse werden die Schülerinnen und Schüler auf die Abschlussprüfungen für das Abitur vorbereitet.

Pädagogische Grundsätze

Allgemeine Ziele der Waldorfpädagogik sind:

  • Die gesunde Entwicklung jedes einzelnen Schülers soll gefördert werden.
  • Kindern und Jugendlichen soll ermöglicht werden, ihr volles Potential zu erkennen und zu verwirklichen.
  • Kinder und Jugendliche sollen in ihrer Gesamtentwicklung und im Erwerb aller Kulturtechniken unterstützt werden, die ihnen ermöglichen, aktiv an der Gesellschaft teilzuhaben und mitgestalten zu können.
  • Die seelisch-geistigen Dimensionen der individuellen Entwicklung sollen erkannt und berücksichtigt werden.
  • Es wird viel Wert auf Gespräch, Zuhören, Erzählen und kommunikativen Austausch gelegt.
  • Der Unterricht soll durch einen gesunden Rhythmus, künstlerische Gestaltung, eine altersgemäße Auswahl von Unterrichtsstoff und Lernmethoden, die den ganzen Menschen sprachlich, motorisch, emotional sowie kognitiv ergreifen, gekennzeichnet sein.
  • Die Schule ist allen Kindern zugänglich, so lange das Kollegium über die pädagogischen Mittel verfügt, die individuellen Lern- und Entwicklungsbedürfnisse ausreichend zu fördern. Sie ist sozial integrativ, nicht selektiv und bietet eine 12-jährige Schulbildung allen SchülerInnen an, unabhängig vom angestrebten Abschlussprofil.
  • Nur die pädagogisch Tätigen sollen in einer Schule feststellen und bestimmen, was die heranwachsende Generation an Lehrplan und Lernerfahrungen braucht.
  • Die Schulautonomie geht mit der demokratischen Selbstverwaltung sowie der Verpflichtung zur kollegialen Verantwortung auf Grund der Erkenntnisgewinnung nach innen und institutionellen Rechenschaft nach außen, einher.