Schuljahr 2021/2022


Klassenfahrt der 8. Klasse

...nach Neuwerk

von Montag, 13.09.2021 bis Mittwoch, 15.09.2021

Am 13.09.2021 sind die Inselbewohner von Neuwerk sehr erstaunt und vielleicht auch ein wenig verstört gewesen, denn an diesem Tag ist die 8. Klasse der Freien Waldorfschule Elmshorn dort angekommen. Wie es dazu kam, dass die 8. Klasse plus zwei Lehrkräfte nach Neuwerk gefahren sind und was sie dort erlebt haben, werde ich versuchen im folgenden Text zusammenzufassen:

Da die eigentlich geplante Klassenfahrt wegen Corona ausfallen musste, hat die Klassenlehrerin beschlossen einen Ausflug nach Neuwerk, einer etwa drei Quadratkilometer großen Insel, zu machen. Da die Klasse wegen der Lockdownmaßnahmen und den Sommerferien lange Zeit getrennt war, freute sie sich sehr über die geplante Fahrt.

Am Montagmorgen um 7:00 Uhr haben sich die SchülerInnen mit ihren Lehrern (Frau Hertinger und Herr Duhm) am Elmshorner Bahnhof getroffen. Die Lehrkräfte waren sehr nervös, denn eine Zug- und Busfahrt mit 27 hippeligen Teenagern ist nicht sehr leicht zu überstehen. Trotzdem überlebten es alle gut und keiner ging verloren. Sie fuhren also von Elmshorn zum Hamburger Hauptbahnhof und von dort weiter nach Cuxhaven. Als sie in Cuxhaven ankamen, ging es weiter mit einer Buslinie zum Strand. An einem Kiosk haben sich einige der Schüler erst einmal gestärkt und gingen zur Toilette. Nach einiger Zeit kam der bestellte Wattführer, der die Klasse über das Watt zur Insel begleiten sollte.
(Eine kleine Anmerkung von mir: „Ohne den Wattführer wäre die Klasse mit ihren Lehrern sehr verloren dort herumgelaufen!“)

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Kurz bevor die Wanderung übers Watt los ging, gaben die SchülerInnen ihr Gepäck bei einigen Leuten ab, die dieses mit dem Trecker nach Neuwerk gefahren haben. Die 8. Klasse aber musste die gesamte Strecke (10 km) gehen. Der Weg war sandig und teilweise steinig, manchmal kamen sie an Stellen, an denen das Wasser schon wieder zurückfloss. Generell finde ich es persönlich beeindruckend, dass das Wasser für einige Stunden fast völlig verschwinden kann.

Nach diesem dreistündigen Marsch ruhten sich die ersten ankommenden SchülerInnen erst einmal ein wenig auf dem Deich von Neuwerk aus. Ein paar spielten aber schon wieder Football, sie schienen noch Energie zu haben. Als die letzten ca. 20 Minuten später ankamen und sich auch ausgeruht hatten, liefen sie alle zusammen zum Heuhotel, in dem sie die nächsten zwei Nächte verbringen sollten. Ein wenig erstaunt über ihre Herberge, die eine Scheune war war, gelangten die SchülerInnen über eine Treppe in den Heuboden, in dem Stroh ausgebreitet war. Zögernd guckten sie sich erst einmal ein wenig um. Es war eine einfacher Heuboden und es war tatsächlich kein Bett zu sehen :-). Die Wände waren verziert mit vielen Bildern und Jahreszahlen anderer Gäste, die älteste Jahreszahl war von 1986. Kleine Vögel flogen über ihre Köpfe hinweg ins Freie. Aber unten waren Duschen und Toiletten, die gepflegt waren. Langsam breitete sich Urlaubsstimmung aus.

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Nach dem Abendessen, Nudeln mit leckerer Hacksoße, spielte die Klasse unter den missbilligenden Blicken der Lehrer wieder Football. Dazu muss man sagen, dass das Spiel nur daraus bestand den Ball von A nach B zu spielen und sich zu teckeln :-).

Für die normalen Schlafverhältnisse der Klasse gingen die SchülerInnen relativ früh in ihre Behausung und schliefen ein. Die Nachtruhe eines Schülers wurde gestört, da ihm einer der dort wohnenden Vögel auf den Kopf geschittert hat, was ihn dazu bewegte den Schlafort zu wechseln. Weiterhin soll eine Lehrkraft geschnarcht haben :-).

Vom Vogelgezwitscher geweckt startete die 8. Klasse in einen sonnigen Tag. Sie frühstückten alle gut und packten sich ein Lunchpaket für eine kleine Wanderung ein. Die Klasse wollte an diesem Tag einmal die Insel umrunden, den Leuchtturm ansehen und das Naturschutzhaus besuchen. Unterwegs genossen sie in vielen Pausen die Sonne, spielten Football, rollten den Deich hinunter und und unterhielten sich untereinander. Es war richtige Urlaubsstimmung!

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Leider waren das Naturschutzhaus und der Leuchtturm geschlossen. Daher vergnügten sich die SchülerInnen am einzigen Kiosk der Insel, der leicht überteuert war. Gegen 17 Uhr gab es Abendbrot und so beeilten sich die SchülerInnen rechtzeitig wieder am Heuhotel zu sein. Nach dem Essen beschlossen einige sich gemeinsam mit Herrn Duhm in die Fluten zu stürzen. Auch wenn das Wasser zugegebenermaßen recht „frisch“ war, hatten sie alle viel Spaß.

Leider passierte an diesem Abend noch etwas Unerwartetes. Nach der Schwimmeinheit spielten die SchülerInnen wieder Football. Das Spiel verlangte vollen Einsatz aller Schüler. Bei einem „Kampf“ um den Ball, verletzte sich ein Schüler so, dass der einzige Sanitäter der Insel gerufen werden musste. Da es auf der Insel kein Krankenhaus gibt, musste der Schüler in seinem Rettungswagen untersucht werden. Die ganze Klasse stand währenddessen um den Wagen herum und machten sich große Sorgen. Zum Glück hat er sich keine schweren Verletzungen zugezogen und konnte nach einiger Zeit wieder den Wagen verlassen. Nach diesem Schock ging die Klasse zügig schlafen.

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Am nächste Tag frühstückten die SchülerInnen ausgiebig und packten sich ein Lunchpaket für die Rückreise. Danach räumten sie die Scheune auf. Um 11 Uhr standen alle SchülerInnen mit ihrem Gepäck vor den Pferdekutschen, mit denen sie zurück nach Cuxhaven über das Watt fahren sollten. Auf der Kutsche zu sitzen war für alle ein cooles Erlebnis. Leider war es sehr kalt, denn der Wind tobte und die Kälte kroch ihnen unter die Kleidung. Doch es waren Decke und Planen auf den Wägen, so dass sie eng aneinander geschmiegt die Fahrt dennoch genießen konnten. In Cuxhaven angekommen, verpassten sie ihren Bus und mussten eine Stunde auf den nächsten warten. Die Zeit kam der Klasse endlos vor. Sie hatten alle Hunger, Langeweile und sie froren. Als der Bus dann endlich ankam, fuhren sie zurück zum Bahnhof. Von dort ging es es ziemlich schnell über Hamburg nach Elmshorn zurück. Die Fahrt war wieder sehr spaßig (zumindest für die Klasse).

Ich glaube, es war für alle eine sehr schöne Klassenfahrt. Wir haben uns alle gut verstanden und hatten endlich wieder viel Zeit miteinander zu reden und alle Neuigkeiten auszutauschen. Die ruhige Insel ist sehr zu empfehlen, da nichts auf ihr uns ablenken konnte, so dass wir glücklich miteinander zurückgekehrt sind.

Frederike Levgrün, Schülerin der 8. Klasse


Feldmess-Praktikum der 10. Klasse

...nach Helgoland

von Freitag, 24.09.2021 bis Samstag, 02.10.2021

Am Freitag, 24.09.2021, sind wir als Klasse nach Helgoland zum Feldmesspraktikum gefahren. Um 6:30 Uhr (viel zu früh!) sind wir mit einem Reisebus 1 1/2 Stunden nach Büsum gefahren und von dort aus fast 3 Stunden mit der Fähre nach Helgoland. Ein paar Tage zuvor gab es eine Orkanwarnung, weshalb die See sehr unruhig war. Auf Grund des Schaukelns sahen sich einige Schüler und Lehrkräfte gezwungen, die dort ausliegenden Tüten ordnungsgemäß zu befüllen. Als wir dann endlich ankamen, mussten wir das Messequipment zur Jugendherberge bringen. Auf dem Weg dorthin haben uns etwa 50 Rentner angesprochen; was wir denn dort machen würden? Zugegeben, es sah schon etwas merkwürdig aus, dass 15- bis 16-jährige Schüler irgendwelche Messstangen tragen, die man auch zum Speerwerfen hätte benutzen können. Am 2. Tag hatten ein paar der Schüler das Verlangen nach alkoholischen Getränken..., daraufhin durften sie dann auch umgehend die Heimreise antreten. Tag 3 war für mich recht entspannt, da ich eine kompetente Gruppe hatte und wir sehr schnell mit dem Messen und Zeichnen fertig waren. Am 4. Tag kam eine Gruppe aus einer Berufschule in die Jugendherberge, diese durfte scheinbar machen, was sie wollten, was sehr zu unserer Belustigung war. Unsere Messdaten mussten wir in eine Excel-Tabelle eintragen, von dort aus konnten alle aus der Klasse (auch die bereits nach Hause Gefahrenen) diese auf ihre Karten übertragen. Einige hatten leider Schwierigkeiten damit, die App zu bedienen, weshalb sich das Zeichnen bei allen verzögert hatte. Meiner Meinung nach hätten wir schon am 4. Tag fertig sein können. Wie auch immer, die nächsten Tage haben wir gemessen und gezeichnet, wobei wir recht viel Freizeit hatten, und dadurch sehr viele lustige Sachen erleben durften. Wir mussten für jeden Tag einen Tagesbericht schreiben, welche von unserer Deutschlehrerin, Frau Loth, kontrolliert wurden. Das Wahrzeichen von Helgoland, "Die Lange Anna", haben wir ziemlich "belästigt", wir waren fast jeden Tag dort. An den letzten Tagen mussten wir die Karte so gut wie fertig machen, also waren diese Tage von der Arbeit her nicht so spannend. Am Ende unseres (geplanten) Aufenthaltes gab es noch eine Orkanwarnung, weshalb wir auch erst einen Tag später nach Hause konnten, unsere Abfahrt hatte sich auf Samstag verschoben. Alle, die mit ihren Arbeiten noch nicht fertig waren, „sollten“ an dem zusätzlichen Aufenthaltstag alle Puntke auf der Karte fertig zeichnen. Da meine Gruppe schon fertig war, hatten wir diesen Tag frei. Diejenigen, die am Anfang etwas falsch gemacht hatten, mussten die ganze Karte noch einmal machen (fanden sie nicht so lustig). Helgoland wird entweder zum Entspannen oder zum MwSt.-freien Einkauf von alkoholischen Getränken besucht, was man bei unserer Abfahrt gesehen hat: Auf der Fähre war eine Gruppe von etwa 40-jährigen Männern; die hatten ca. 30 Liter Alkohol dabei, nach der Fahrt waren es nur noch 25 Liter... Von Büsum aus sind wir dann mit einem Reisebus zurück zur Schule gefahren.

Ein Schüler aus der 10. Klasse

Helgoland, "Die Lange Anna"