Mein Praktikum im Gartencenter

Inhaltsverzeichnis

Begründung der Wahl des Betriebes, Erwartungen

Ich wollte ein Praktikum im Architekturbüro von Herrn Albrecht machen, welches auch schon abgesprochen war und worauf ich mich sehr gefreut hatte. Das bekam ich nicht genehmigt, während Louisa Geissler allerdings zum Innenarchitekten gehen durfte. Also musste ich mir innerhalb von zwei Wochen einen neuen Platz suchen. Herr Grösch machte mich darauf aufmerksam, das im Gartencenter Rostock noch ein Platz frei wäre. Also habe ich mich dort beworben.

Darstellung des Betriebes inklusive wirtschaftlicher Aspekte

1987 kaufte Familie Rostock die "Garten-Quelle" , die zum Gartencenter Rostock GmbH wurde. 2000 schloss sich das Gartencenter Rostock der Verbundsgruppe Bellandris an. Nun wurde zusammen mit 40 anderen Betrieben eingekauft, um der Konkurrenz standhalten zu können. Es soll alles immer günstiger werden. Diesem Druck kann man nur standhalten, wenn der Betrieb immer größer wird. Mit 40 Betrieben zusammen kann man günstiger einkaufen und günstiger verkaufen. Es wird auch gemeinsam Werbung gemacht. Viel Konkurrenzkampf gibt es mit:

Alle aufgezählten Märkte verkaufen auch Blumen, Dekoration und Keramik und drücken damit den Preis immer weiter nach unten. Im Vergleich zu seinen Mitbestreitern positioniert sich das Gartencenter Rostock GmbH am Markt durch folgende Merkmale:

Das Gartencenter Rostock GmbH bietet 3700 m² (Kalthaus=1700m² und Warmhaus=2000m²) überdachte Fläche und die Baumschule. Die Gesamtbelegschaft setzt sich zusammen aus insgesamt 25 voll-Ak ( voll-Ak= Vollzeitarbeitskräfte)
Die Bezugsquellen für Pflanzen, Keramik, die Boutique und Schnittblumen sind:


Wenn man das Gartencenter betritt, kommt man als erstes in die Saisonhalle.

DIE SAISONHALLE

In der Saisonhalle stehen immer Saisonbezogene Pflanzen. In dieser Saison z.B.: Margeriten.




Wenn man dann nach draußen geht, kommt man in die Baumschule.

DIE BAUMSCHULE

In der Baumschule befinden sich die Freilandpflanzen. Alle Pflanzen, die in der Baumschule stehen, sind winterfest. Sie ist folgendermaßen aufgebaut:




In der Baumschule findet man auch Teichfolie, Springbrunnen, Rosenbögen und Rankhilfen.

Nach der Baumschule führt der Weg wieder herein. Nun befindet man sich in der Abteilung der Topfpflanzen.

DIE TOPFPFLANZEN

In der Abteilung der Topfpflanzen findet man Pflanzen für die Wohnung.



Direkt gegenüber von den Topfpflanzen befinden sich die Hartware und der Pflanzenschutz

HARTWARE & PFLANZENSCHUTZ



In der Hartware befinden sich:


Beim Pflanzenschutz findet man alles um seine Pflanzen vor Parasiten oder ähnlichem zu schützen. Wenn man beim Pflanzenschutz klingelt, kommt sofort ein Mitarbeiter um zu Beraten.



Wenn man diese Abteilung durchschritten hat, geht man direkt auf die Floristik zu.

DIE FLORISTIK

In der Floristik werden Sträuße gebunden und Gestecke gemacht.



Jetzt kommen wir in die Boutique.

DIE BOUTIQUE

In der Boutique kann man Geschenke, Kerzen, Tischwäsche, Servietten, Seidenblumen, Glastöpfe, Bastelartikel, Dekoration, Seife, Wein und Marmelade kaufen. Die Ware liegt auf Tischen welche jeweils verschiedene Themen haben:


Hier ist es schon fast vorbei. Jetzt kommt noch die Kasse

DIE KASSE

Hier wird kassiert. Aber die Kassiererinnen müssen auch Ware verräumen und den kostenlosen Verpackungsservice machen. Die Kasse ist der wichtigste Ort im ganzen Laden. Es ist der letzte Kontakt mit dem Kunden. Wenn die Kassiererinnen nicht freundlich sind, kommt der Kunde vielleicht nicht wieder.

Beschreibung der ausgeführten Arbeiten, gemachten Erlebnisse und Erfahrungen

Ich war in der Baumschule, in der Boutique und in der Floristik.

In der Baumschule durfte ich:


In der boutique durfte ich:


In der Floristik durfte ich:

Erfahrungen mit Kollegen

Die Kollegen waren alle sehr freundlich und haben Rücksicht auf mich genommen.

Drei ausführliche Darstellungen eines Arbeitstages aus je einer Woche

1.WOCHE:

Um kurz vor 9h kam ich an. Zuerst ging ich in den Personalraum, um meine Sachen weg zu stellen und meine Wasserflasche aus zu packen. Dann ging ich in die Baumschule. Dort war Frau Colaiocco für mich zuständig. Mit ihr ging ich dann ins Lager um einen Blumencontainer zu holen. Diesen brachte ich dann vor die Tür um das Angebot neu aufzufüllen. Danach musste ich dann die Tische saubermachen. Das bedeutet, ich musste immer alle Pflanzen herunter nehmen und gucken ob sie noch schön waren. Dann hab ich den Tisch abgefegt und alle Pflanzen wieder darauf gestellt. Das tat ich bis zur Mittagspause. Die Mittagspause verbrachte ich mit Sonja und Dimitrij am Grauen Esel.



Ich hatte pro Tag eine Stunde Pause. Nach der Pause goss ich die Pflanzen. Beim gießen der Pflanzen muss man beachten, dass man nicht die Pflanze (also Blätter und Blüte) sondern die Wurzeln bzw. die Erde gießt. Als ich damit fertig war, musste ich die Blumen, die schlapp aussahen, tauchen. Das bedeutet, dass ich die Blumen unter Wasser hielt, bis die trockene Erde sich mit Wasser vollgesogen hatte. Um 17h hatte ich dann Schluss, fuhr nach Hause und ging sofort ins Bett. So sah fast jeder Tag dieser Woche aus.

2.WOCHE:

In der 2. Woche war ich in der Boutique, da ich in der Baumschule auf irgendetwas allergisch reagiert hatte. Wie jeden Tag war ich um 9h fertig. In der Boutique waren Frau Saß und Frau Marx für mich zuständig. An diesem Tag ging ich zuerst mit Frau Marx ins Lager und wir holten eine Palette mit neuer Ware. Diese Waren packten wir dann in der Boutique zusammen aus. Wenn Ware kaputt war wurde sie erst zur Seite gestellt und hinterher wurde sie dann aufgeschrieben und weggeworfen. Dann zeichneten wir die Ware aus. Mit dem Preisauszeichner zu arbeiten brachte immer Spaß.



Dann machte ich Pause mit Sonja am Grauen Esel. Wegen einer Erkrankung war Dimitrij leider nicht mehr dabei. Nach der Pause zeichnete ich weiter aus. Zwischendurch klingelte immer mal wieder ein Kunde, weil er Schleifenband kaufen wollte. Wenn das passierte ging ich zum Schleifenband und schnitt es je nach gewünschter Meterzahl ab, legte es in eine Tüte und schrieb die Meter multipliziert mit dem Preis auf. Dazu kam immer noch die Nummer für das Schleifenband, diese war 617.



Nach dem Auszeichnen stellte ich die Ware auf. Um Platz zu schaffen, stellte ich die alte Ware wieder ein wenig dichter zusammen. Da ja schon etwas davon verkauft worden ist, wurde viel Platz frei. So verging die Zeit schnell und es war schon 17h und ich fuhr nach Hause.

3.WOCHE:

In dieser Woche war ich eigentlich immer noch in der Boutique. Aber an diesem Tag durfte ich zur Floristik gehen. Am Anfang des Tages war ich noch in der Boutique und zeichnete Ware aus. Aber dann durfte ich zur Floristik. Dort zeigte mir Frau Sänger wie man einen einfachen Strauß bindet. Das war sehr schwer. Danach durfte ich Topfpflanzen dekorieren und auszeichnen. Zuerst musste ich die Vorlagen von Frau Sänger nachbauen aber später durfte ich mir selber Dekoration ausdenken. Also dekorierte ich den ganzen Tag lang die verschiedensten Blumen. Das brachte mir sehr viel Spaß.



An diesem Tag verbrachte ich meine Pause mit Frau Marx, da Sonja nun ihr Praktikum an einer anderen Stelle weiterführte und Dimitrij immer noch krank war.

Tagebuch mit besonderen Vorkommnissen und den ausgeführten Tätigkeiten

Gleich in der ersten Woche bekam ich einen Ausschlag an den Händen. Ich wollte nichts sagen, weil ich dachte, es würde wieder weggehen. Aber es ging nicht weg. Also ging ich zum Arzt welcher mir vorsichtig versuchte zu erklären, dass ich niemals Gärtner werden könne. Ich hätte empfindliche Haut und reagiere so auf Feuchtigkeit, sagte mir der Arzt. Also sagte ich Herrn Wittenberg Bescheid, und er versetzte mich in die Boutique.

Als ich zum ersten Mal Blumen goss löste sich die Spritzdüse vom Schlauch und ich wurde von oben bis unten nass.

Schlussreflektion

HABEN SICH DIE ERWARTUNGEN ERFÜLLT?

Da ich mich auf ein Praktikum beim Architekten eingestellt hatte, konnten sich mein Erwartungen also auch nicht erfüllen.

WAS HABE ICH GELERNT?

Ich habe die Abläufe im großflächigen Einzelhandel kennengelernt. Auch habe ich die Präsentation von Waren und Pflege von Baumschulpflanzen gelernt. In der Floristik Abteilung habe ich gelernt wie man einfache Sträuße bindet und wie man Zimmerpflanzen dekoriert.

HABE ICH ETWAS GELERNT WAS ICH NICHT ERWARTET HABE?

Ich habe gelernt, dass es schöner ist zur Schule zu gehen als 8 Stunden lang zu stehen. Auch habe ich gelernt, dass ich später nichts im Gartenbaubereich machen möchte und kann wegen der aufgetretenen Allergie.

WIE HABE ICH MICH VERÄNDERT?

Ich habe herausgefunden, dass ich nicht gezwungen sein möchte, meinen Lebensunterhalt als Aushilfskraft zu verdienen.