Ich wollte ein Praktikum im Architekturbüro von Herrn Albrecht machen, welches auch schon abgesprochen war und worauf ich mich sehr gefreut hatte. Das bekam ich nicht genehmigt, während Louisa Geissler allerdings zum Innenarchitekten gehen durfte. Also musste ich mir innerhalb von zwei Wochen einen neuen Platz suchen. Herr Grösch machte mich darauf aufmerksam, das im Gartencenter Rostock noch ein Platz frei wäre. Also habe ich mich dort beworben.
1987 kaufte Familie Rostock die "Garten-Quelle" , die zum Gartencenter Rostock GmbH wurde. 2000 schloss sich das Gartencenter Rostock der Verbundsgruppe Bellandris an. Nun wurde zusammen mit 40 anderen Betrieben eingekauft, um der Konkurrenz standhalten zu können.
Es soll alles immer günstiger werden. Diesem Druck kann man nur standhalten, wenn der Betrieb immer größer wird. Mit 40 Betrieben zusammen kann man günstiger einkaufen und günstiger verkaufen.
Es wird auch gemeinsam Werbung gemacht.
Viel Konkurrenzkampf gibt es mit:
Ich war in der Baumschule, in der Boutique und in der Floristik.
In der Baumschule durfte ich:
Die Kollegen waren alle sehr freundlich und haben Rücksicht auf mich genommen.
1.WOCHE:
Um kurz vor 9h kam ich an. Zuerst ging ich in den Personalraum, um meine Sachen weg zu stellen und meine Wasserflasche aus zu packen. Dann ging ich in die Baumschule. Dort war Frau Colaiocco für mich zuständig.
Mit ihr ging ich dann ins Lager um einen Blumencontainer zu holen. Diesen brachte ich dann vor die Tür um das Angebot neu aufzufüllen.
Danach musste ich dann die Tische saubermachen. Das bedeutet, ich musste immer alle Pflanzen herunter nehmen und gucken ob sie noch schön waren. Dann hab ich den Tisch abgefegt und alle Pflanzen wieder darauf gestellt. Das tat ich bis zur Mittagspause.
Die Mittagspause verbrachte ich mit Sonja und Dimitrij am Grauen Esel.
Ich hatte pro Tag eine Stunde Pause.
Nach der Pause goss ich die Pflanzen. Beim gießen der Pflanzen muss man beachten, dass man nicht die Pflanze (also Blätter und Blüte) sondern die Wurzeln bzw. die Erde gießt.
Als ich damit fertig war, musste ich die Blumen, die schlapp aussahen, tauchen. Das bedeutet, dass ich die Blumen unter Wasser hielt, bis die trockene Erde sich mit Wasser vollgesogen hatte.
Um 17h hatte ich dann Schluss, fuhr nach Hause und ging sofort ins Bett.
So sah fast jeder Tag dieser Woche aus.
2.WOCHE:
In der 2. Woche war ich in der Boutique, da ich in der Baumschule auf irgendetwas allergisch reagiert hatte.
Wie jeden Tag war ich um 9h fertig. In der Boutique waren Frau Saß und Frau Marx für mich zuständig. An diesem Tag ging ich zuerst mit Frau Marx ins Lager und wir holten eine Palette mit neuer Ware. Diese Waren packten wir dann in der Boutique zusammen aus. Wenn Ware kaputt war wurde sie erst zur Seite gestellt und hinterher wurde sie dann aufgeschrieben und weggeworfen. Dann zeichneten wir die Ware aus. Mit dem Preisauszeichner zu arbeiten brachte immer Spaß.
Dann machte ich Pause mit Sonja am Grauen Esel. Wegen einer Erkrankung war Dimitrij leider nicht mehr dabei.
Nach der Pause zeichnete ich weiter aus. Zwischendurch klingelte immer mal wieder ein Kunde, weil er Schleifenband kaufen wollte. Wenn das passierte ging ich zum Schleifenband und schnitt es je nach gewünschter Meterzahl ab, legte es in eine Tüte und schrieb die Meter multipliziert mit dem Preis auf. Dazu kam immer noch die Nummer für das Schleifenband, diese war 617.
Nach dem Auszeichnen stellte ich die Ware auf. Um Platz zu schaffen, stellte ich die alte Ware wieder ein wenig dichter zusammen. Da ja schon etwas davon verkauft worden ist, wurde viel Platz frei.
So verging die Zeit schnell und es war schon 17h und ich fuhr nach Hause.
3.WOCHE:
In dieser Woche war ich eigentlich immer noch in der Boutique. Aber an diesem Tag durfte ich zur Floristik gehen.
Am Anfang des Tages war ich noch in der Boutique und zeichnete Ware aus. Aber dann durfte ich zur Floristik. Dort zeigte mir Frau Sänger wie man einen einfachen Strauß bindet. Das war sehr schwer. Danach durfte ich Topfpflanzen dekorieren und auszeichnen. Zuerst musste ich die Vorlagen von Frau Sänger nachbauen aber später durfte ich mir selber Dekoration ausdenken.
Also dekorierte ich den ganzen Tag lang die verschiedensten Blumen. Das brachte mir sehr viel Spaß.
An diesem Tag verbrachte ich meine Pause mit Frau Marx, da Sonja nun ihr Praktikum an einer anderen Stelle weiterführte und Dimitrij immer noch krank war.
Gleich in der ersten Woche bekam ich einen Ausschlag an den Händen. Ich wollte nichts sagen, weil ich dachte, es würde wieder weggehen. Aber es ging nicht weg. Also ging ich zum Arzt welcher mir vorsichtig versuchte zu erklären, dass ich niemals Gärtner werden könne. Ich hätte empfindliche Haut und reagiere so auf Feuchtigkeit, sagte mir der Arzt.
Also sagte ich Herrn Wittenberg Bescheid, und er versetzte mich in die Boutique.
Als ich zum ersten Mal Blumen goss löste sich die Spritzdüse vom Schlauch und ich wurde von oben bis unten nass.
HABEN SICH DIE ERWARTUNGEN ERFÜLLT?
Da ich mich auf ein Praktikum beim Architekten eingestellt hatte, konnten sich mein Erwartungen also auch nicht erfüllen.
WAS HABE ICH GELERNT?
Ich habe die Abläufe im großflächigen Einzelhandel kennengelernt.
Auch habe ich die Präsentation von Waren und Pflege von Baumschulpflanzen gelernt.
In der Floristik Abteilung habe ich gelernt wie man einfache Sträuße bindet und wie man Zimmerpflanzen dekoriert.
HABE ICH ETWAS GELERNT WAS ICH NICHT ERWARTET HABE?
Ich habe gelernt, dass es schöner ist zur Schule zu gehen als 8 Stunden lang zu stehen. Auch habe ich gelernt, dass ich später nichts im Gartenbaubereich machen möchte und kann wegen der aufgetretenen Allergie.
WIE HABE ICH MICH VERÄNDERT?
Ich habe herausgefunden, dass ich nicht gezwungen sein möchte, meinen Lebensunterhalt als Aushilfskraft zu verdienen.