Was ist Viva con Agua?

An dieser Stelle wollen wir kurz das Projekt VIVA CON AGUA vorstellen. Wasser, darum geht es bei diesem sozialen Projekt. Wasser ist das wichtigste Nahrungselement. Für uns kommt es ganz selbstverständlich aus dem Wasserhahn, wann immer wir wollen. Doch viele Menschen, um es genau zu sagen ca. 1 Milliarde Menschen, haben nicht so einen Luxus wie wir, sie kommen oft nur ganz beschwerlich an Trinkwasser und zudem ist es oft verseucht. Die Hauptleidtragenden sind die Kinder. Viele sterben an Krankheiten, die durch verseuchtes Wasser hervorgerufen werden. Deshalb hat Viva con Agua sich diesem Thema gewidmet. Auf Kuba fing alles an. Im Jahre 2005 begann man mit der Welthungerhilfe in Kindergärten Wasserspender aufzubauen. Sie nahmen sich vor 150 Kindergärten mit diesen Spendern auszustatten, dafür brauchten sie eine Summe von 50.000€. Mit vielen verschiedenen Aktionen von Schulen, Kindergärten oder auch bekannten Bands wie Fettes Brot, konnten sie dies auch verwirklichen.

Warum auf Kuba???
Die Mannschaft des FC ST. PAULI war im Winter 2005 im Trainingslager auf Kuba. Dort waren Benjamin Adrion die extrem schlechten Lebensbedingungen der Menschen aufgefallen, die Menschen leiden dort unter Durchfällen und anderen Krankheiten, weil das Wasser nicht sauber ist. Die Regierung versucht diese Zustände zu verbessern, doch die finanziellen Mittel fehlen. So kam Benjamin zurück und rief bei der Welthungerhilfe an, die auf Kuba tätig ist. Die waren sofort sehr aufgeschlossen, denn das passiert auch nicht jeden Tag, dass sich ein Fußballspieler meldet und sich sozial engagieren will. Jetzt wo dieses Projekt so erfolgreich abgeschlossen wurde, haben sie sich einem anderen Kontinent zugewendet und zwar Afrika. Das Projekt wird immer größer, mittlerweile hat Benjamin viele ehrenamtliche Helfer.









Unser Projekt für die Kinder auf Kuba


Wir die 11.Klasse der Waldorfschule Elmshorn, hatten uns vorgenommen, im Rahmen unseres Herbstmarktes(Martinsmarkt), ein soziales Projekt zu unterstützen. Auf Viva con agua de Sankt Pauli sind wir gekommen, weil eine Schülerin Fan des FC St. Pauli ist. Kinder sind am meisten bedroht, die Kinder sind die Zukunft. Ihnen muss man am meisten helfen und dass es bei dem Projekt um die Wasserversorgung geht, war es für uns ein weiterer Anlass das Projekt zu unterstützen, denn Wasser ist das wichtigste Nahrungselement für den Menschen. Wir fanden es klasse, dass Benjamin Adrion sich so für Kinder einsetzt. Wir haben ein McDonald in Waldorf-Form gemacht, also wird aus McDonald, McWaldi, wo die Brötchen der Burger und die Frikadellen aus Bio Getreide und Bio Fleisch bestehen und weiter gab es auch Pommes, die aber nicht Bio waren. Das war `ne ganze schöne Arbeit, denn die Frikadellen mussten wir selber backen und das waren nicht wenig (ca. 450). Es musste jeder einen Dienst übernehmen, denn der Markt ging immerhin 8 Std. lang mit Abbau!!!
So haben wir letztendlich trotz vieler Arbeit, doch eine beachtliche Summe zusammen bekommen in der Höhe von 1000€, die wir direkt auf das offizielle Spendenkonto überweisen konnten. Hiermit wollen wir uns bei allen Beteiligten und Spendern für ihre Unterstützung bedanken!!!


Die elfte Klasse der Waldorfschule Elmshorn





Interview mit Benjamin Adrion

Wie sieht es im Moment mit eurem Projekt aus, ihr habt eure Arbeit jetzt auf Afrika ausgeweitet?
Was genau macht ihr dort?

In Afrika bauen wir gemeinsam mit der Welthungerhilfe Tiefbohrbrunnen, damit die Bevölkerung in dem äthiopischen Dorf Sodo in Äthiopien einen Zugang zu sauberem Trinkwasser bekommt. Der Grundwasserspiegel liegt 60 Meter unter dem Boden und mit Hilfe von Viva con Agua und seinen Unterstützern werden die Menschen vor Ort die Möglichkeit bekommen sauberes Wasser zu trinken, wann immer sie es benötigen.

Wenn du zurückschaust, würdest du noch einmal so ein Projekt machen? Würdest du irgendetwas anders machen?

Alles was wir mit Viva con Agua erlebt haben ist eine tolle Erfahrung und eine wirklich erstaunliche Entwicklung. Vielleicht hätte ich in der Zeit als ich noch professionell gespielt habe etwas kürzer mit dem Projekt treten sollen, aber damals war die Euphorie so groß und es war einfach viel zu tun. Ich bedaure nichts und bin froh, dass alles so gelaufen ist.

Wie sieht es jetzt auf Kubas Kindergärten aus, läuft das noch alles?

In den Kindergärten stehen nun die Wasserspender und die Kids haben dadurch die Möglichkeit zu trinken. Sie laufen nicht ständig Gefahr krank zu werden und verunreinigtes Wasser zu trinken. Die Welthungerhilfe schaut gemeinsam mit ihren Kooperationspartnern auf Kuba darauf, dass alles in Stand gehalten wird und steht als Ansprechpartner für die Kindergärten zur Verfügung.

Was ist für die nächste Zeit geplant?

In nächster Zeit sind viele Dinge geplant. Wir sind bald mit dem Äthiopienprojekt fertig und werden uns bereits einen neuen Schwerpunkt setzen. Wir werden die Milleniumskampagne der Welthungerhilfe begleiten und die Milleniumsdörfer mit Trinkwasser ausstatten. Im August finden die ersten Viva con Agua Wassertage statt, sie beginnen am 22.August und gehen bis zum 03. September. Da wird vieles passieren in Hamburg, also Augen auf!

Was ist dein Ziel mit diesem Projekt??

Das Ziel ist es eine Organisation zu etablieren die langfristig arbeiten kann und ein Recht hat weiter zu bestehen und nicht als ein tolles Hobbyprojekt in die Geschichte eingeht. Wir haben vor, bundesweit aktiv zu werden, von hier aus das ganze Land zu erreichen und die Menschen in ganz Deutschland zu motivieren mitzumachen.

Wie vielen Kindern haben wir mit unserer Aktion geholfen(auf der Urkunde standen 8 Wasserspender)???

Die 8 Trinkwasserspender sind verteilt auf drei Kindergärten. Insgesamt sind das ca. 500 Kinder, denen damit geholfen werden konnte. Herzlichen Glückwunsch zu dieser tollen Leistung.

Für alle die Viva con Agua unterstützen wollen, wie kann man euch helfen???

Man kann viele Dinge tun, Spenden, Shirts kaufen, Events organisieren, eigene Aktionen machen, uns einfach mal eine Email schreiben und fragen was möglich ist. Jeder soll in seinem eigenen Umfeld aktiv werden und etwas tun, damit die Welt langsam besser wird.

Danke, dass du dir die Zeit genommen hast!


Benjamin



Portrait des Initiators Benjamin Adrion

Erster Eindruck: Locken, verplant und sympathisch!!!
In Stuttgart aufgewachsen, kam er 2004 nach Hamburg, weil er eine "Anstellung" beim FC ST. PAULI bekommen hatte. Eigentlich ist Benjamin Adrion Fußballprofi, doch er war schon immer etwas anders, gründete ein Hilfsprojekt und kümmerte sich nun in der Freizeit, um die neue Herausforderung. Als es für ihn auf Grund von Verletzungen bei St. Pauli nicht weitergeht, steht für ihn fest, wenn nicht bei St. Pauli dann gar nicht mehr Profifußball, also spielt er jetzt als Amateur in der zweiten Mannschaft. Benjamin Adrion, 26 Jahre alt, gründete, nach dem er mit St. Pauli im Trainingslager auf Kuba war, das Projekt VIVA CON AGUA DE SANKT PAULI. Die Armut auf Kuba hatte ihn schockiert und nicht mehr losgelassen und so rief er bei der Welthungerhilfe an, die auf Kuba aktiv ist, und fragte ob er helfen könne!? Er konnte... Mittlerweile ist das Projekt für ihn ein Vollzeitjob. Der Erfolg des Projektes liegt an seinem offenen Gemüt, er geht auf die Menschen zu und meist kann er sie von seiner Idee überzeugen. Im Jahre 2006 bekam Benjamin den TAZ- Panter Preis, ein Preis der Tageszeitung, der für besonderes soziales Engagement verliehen wird. Dieser Preis ist mit 5000€ dotiert. Diese Summe floss komplett in das Projekt.

Das neue Projekt in Afrika

Das neue Projekt liegt in Äthiopien, in der Stadt Sodo, 200 km von der Hauptstadt Addis Adeba entfernt. Wieder geht es um Wasser, dieses Mal sollen 10-12 Tiefbrunnen gebaut werden. Auch hier wird wieder mit der Welthungerhilfe zusammengearbeitet. In diesem Dorf leben ca. 2000 Menschen, diese leben von der Landwirtschaft und sind sehr arm. Durch immer wiederkehrende Dürreperioden wird der Anbau von Getreide noch erschwert. Zurzeit müssen die Menschen, um an Wasser zu kommen, noch einen beschwerlichen Weg zu einem kleinen Bach zurücklegen. Das Wasserholen ist die Aufgabe der Frauen. Um zu diesem Bach zu kommen, müssen die Frauen ca. 4 Stunden gehen. Das Wasser wird in Krügen usw. transportiert, in denen sich bis zu 20 Liter befinden.
Um sich ein Bild von diesen Zuständen zu machen, fuhren Benjamin Adrion und seine Helfer im November 2006 nach Afrika.




Viva con Agua de Sankt Pauli e.V.
Hamburger Sparkasse
BLZ: 200 505 50
Konto-Nr.: 12 68 135 181


Homepage des Projektes Viva con Agua

Hier noch ein paar Bilder zum Projekt

Diese Seiten wurden von Kristin, Larissa und Michaela im Rahmen des Informatikunterrichtes der 12. Klasse gestaltet.