ERDÖL
(Das schwarze Gold der Erde)
Ein aus tierischen und pflanzlichen Lebewesen entstandenes, aus Kohlewasserstoffen und Methan bestehendes Gemisch, das meistens zusammen mit Erdgas vorkommt, ist heute der wichtigste industrielle Rohstoff. Mit ca. 17000 Bestandteilen ist es eine der komplexesten organischen Mischungen der Erde.

Die größten Förderungsgebiete sind: Der mittlere Osten, Europa, Afrika, Nord Amerika, Asien, und der Pazifik.
Die größten Vorkommen befinden sich in Saudi Arabien (262,7 Mrd Barrel) ,Iran (130,7 Mrd) , Irak (115,0 Mrd).
Die Weltreserven wurden 2004 von dem Wirtschaftsmagazin Science auf 3 Billionen Barrel geschätzt.
Barrel= 159,11 Liter
engl.Barrel= Dt. Fass

Fördermethoden
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Bohrtürme, stationiert auf dem Festland, sind nicht mehr ausreichend gemessen zur Nachfrage.
Fördermethoden verbrauchen immer mehr Energie und verseuchen die Umwelt.
In Situationen, wo das Fördern von Erdöl mithilfe von Bohrern und hohem Wasserdruck nicht zu schaffen ist, werden Chemikalien eingesetzt.
Zum Trennen des Erdöls von anderen Gemischen werden wiederum Chemikalien eingesetzt.
Diese Chemieabfälle vermischt mir Erdöl bilden ein hochgiftiges Gemisch.
In Laboratorien töten bereits ein bis zwei mg Rohöl pro Liter Meerwasser die Hälfte aller eingebrachten Krebse,Fischeier und Fischlarven
Transport
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Erdoelkatastrophen
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3. Juni 1979
Im Golf von Mexiko ereignet sich die bis dahin weltweit schwerste Ölkatastrophe.
Nach der Explosion der Bohrinsel Ixtox Uno laufen eine Million Tonnen Öl aus und verpesten den Golf.









12. Dezember 1999 Der maltesische Tanker „Erika“ kentert vor der bretonischen Kueste, 20.000 Tonnen Oel fließen ins Meer. Ein Küstenabschnitt von rund 400 Kilometern wird von der Oelpest erfasst.

19. November 2002 Der griechische Tanker „Prestige“ bricht rund 250 Kilometer vom spanischen Festland entfernt auseinander und sinkt. Er hat mehr als 77.000 Tonnen Schweröl geladen.
Heutzutage sind immer noch viele altersschwache Supertanker unterwegs,die weltweite moderne Sicherheitsanforderungen nicht erfüllen.
Verwendung von Erdoel
Kunststoffe
Medizin
Baustoffe
Chemie-Rohstofffe
Kosmetika
Bild- und Tonträger
Alkohole
Brennstoff
Die Erdölindustrie klassifiziert ihr Rohöl nach drei Kriterien:
Herkunft, Dichte (Gewicht im Verhältnis zu Wasser) und Schwefelgehalt.
Rohöl mit einer hohen Dichte wird entsprechend als "schwer" ("heavy"), mit einer geringeren Dichte als leicht ("light") bezeichnet.
Rohöl mit einem hohen Schwefelgehalt gilt als "sauer", ein geringer Schwefelgehalt macht das Öel "süß".
Je schwerer und saurer das Rohöl ist, desto aufwändiger ist seine Verarbeitung zum Beispiel zu Benzin oder Kerosin.
Leichtes und schwefelarmes Rohöl ist gefragter und damit teurer als schweres.
Der Weg des Erdöls
Bezeichnung
Die Bezeichnung Erdöl wurde von Hans von Höfer 1913 eingeführt in seinem Buch.
Das Erdöl und seine Verwandten.
Hans von Höfer führte den Begriff Erdöl als Bezeichnung für alle Naturprodukte ein,die flüssig, organisch, oder brennbar waren und aus der Erde stammen.
In der deutschen Sprache hat sich die Bezeichnung Erdöl durchgesetzt gegen die vorigen Begriffe, Steinöl, Bergöl oder Felsenöl.
Petroleum ist eine Zusammensetzung des griechischen Wortes petros, der Fels und dem lateinischen Wort oleum (das Öl). In englischsprachigen Gebieten ist Petroleum als Bezeichnung fuer Erdöl heute noch allgemein anerkannt. In der deutschen Sprache bezeichnet der Begriff Petroleum nur noch eine bestimmte Fraktion des Erdöls.
Geschichte
Erdöle waren schon in der Antike bekannt. Schon vor mehr als 2000 Jahren fand es in den Mittelmeerländern Verwendung als Heiz und Beleuchtungsmaterial.
Auch zur Einbalsamierung von Leichen im alten Ägypten, als Baumaterial (Mörtel), Wagenschmiere und als Insektizid wurde es benutzt.
Die im 7. Jh.n.Chr. in Byzanz aufgekommenen "griechischen Feuer" bestanden wahrscheinlich auch aus Erdöl.
In Europa und Amerika wurden flüssige Brennstoffe oder Schmiermittel bis etwa 1850 vorrangig aus tierischen und pflanzlichen Produkten gewonnen.
1810 wurde in Galizien Erdoel gefoerdert, das Joseph Hecker and Johann Mitis zu Leuchtoel destillierten und damit den Grundstein zur heutigen Raffinationstechnik legten. Mit diesem führten die beiden 1816 eine Probebeleuchtung der Stadt Prag durch.
Ab 1850 begann man, destilliertes und mit SchwefelsŠure gereinigtes Erdoel, so genanntes Leuchtpetroleum, in Lampen zu Beleuchtungszwecken im gro§en Stil zu verwenden.
Am 27. August 1859 erbohrte Colonel Drake in einem Brunnen am Oil Creek (Pennsylvania) in 22 m Tiefe die erste größere Ölquelle.
Ab diesem Zeitpunkt begann in allen Gebieten, in denen Erdöl vermutet wurde, eine rege Bohrtätigkeit. Somit stieg die Erdölgewinnung sprunghaft an.
Um 1860 sandte Liebig seinen Schüler Eichler nach Baku, um dort die Raffinationstechnik zu etablieren.
1878 gründete der schwedische Ingenieur Alfred B. Nobel (1833-1896) mit seinen Brüdern in Russland u. a. die Naphtha-Gesellschaft Gebrüder Nobel zur Ausbeutung der Erdölfelder bei Baku.
Auf seinen Vorschlag hin wurde 1883 die erste große Ölpipeline vom Kaspischen zum Schwarzen Meer gebaut. Bis heute dominiert dieser Transportweg.
Mit der Einführung des Gaslichts und später des elektrischen Lichts trat das Leuchtpetroleum wieder in den Hintergrund.
Die industrielle Verwendung des Erdöls gewann jedoch weiter an Bedeutung.
Die rasch ansteigende Motorisierung beanspruchte riesige Mengen von Erdölprodukten.
Aus diesen Grund nimmt auch gegenwärtig die Weltfoerderung an Erdöl weiterhin zu.
Die Umwelt ist sehr stark belastet durch die immer steigende Nachfrage und Förderung von Erdöl auf der Erde.
Unfälle haben verheerende Folgen, denn meist bleiben dauerhafte Schäden.