Unser Eurythmieabschluss 2005


Wie an jeder Waldorfschule ist es auch bei uns, hier in Elmshorn, üblich, in der 12. und somit letzten Waldorfklasse einen Eurythmieabschluss zu erarbeiten. Dieser Abschluss bedeutet das Ende des Eurythmieunterrichts. Die größte Schwierigkeit bestand darin, ein Stück zu finden, mit dem 34 Schüler einverstanden waren. Nach langem hin und her bot sich uns eine einmalige Gelegenheit: Herr Otto-Sprunck, einer der Organisatoren der "Schillerwoche", die anlässlich des 200 Todestages des Dichters hier in Elmshorn stattfand, sprach Herrn Feth, unseren Eurythmielehrer, an, ob wir nicht Lust hätten, einen Beitrag zu leisten. Wir beschlossen dies in Form unseres Eurythmieabschlusses mitzuwirken. Da das Hauptthema der Woche Schillers Leben war, lag die Wahl des Stückes nah und so entschieden wir uns für "Das Lied von der Glocke" von Friedrich von Schiller. Somit war der erste Schritt vollbracht.

Wir befassten uns zunächst einmal mit dem Gedichtsinhalt selbst. Aufgrund von Herrn Fehts anraten, entschieden wir uns dafür, das Stück in verschiedene Etappen zu teilen. Nachdem die ersten Hürden genommen waren, ging es relativ schnell voran. Der nächste wichtige Schritt war die Rollenverteilung, die Herr Feth komplett übernahm und uns somit einiges ersparte. Der Inhalt der "Glocke" handelt von dem Bau einer Glocke, beginnend mit "der festgemauerten Form in der Erde" über den Guss hin zur Zerstörung der Form. Dieser Ablauf wird durch den Lebenslauf eines Mannes, der veschiedene Etappen wie Geburt, Liebe, Hochzeit bis hin zum Tod durchläuft, immer wieder unterbrochen. Kurze Zeit darauf legte uns Herr Feth die ersten Formentwürfe vor und nachdem wir uns mit ihnen vertraut gemacht hatten, fingen wir an zu proben. Wir arbeiteten uns in zwei verschiedenen Eurythmiegruppen Stück für Stück vor und konnten so nach circa sechs Wochen das gesamte Stück zusammensetzten.
Die Proben liefen kontinuierlich ab und wir kamen schließlich zum Tag der Aufführung.Unsere eurythmisitsche Darstellung hinterließ bei den Zuschauern einen bleibenden Eindruck. Uns bleiben aus dieser Zeit unvergessliche Erlebnisse und Erfahrungen erhalten, die wir in dieser Form wohl nie wieder erleben werden. Es war eine schöne Zeit, die uns die verschiedenen Aspekte der Eurythmie noch ein mal näher brachte, als alles jemals zuvor.
Um unsere Impressionen und Empfindungen mit Ihnen teilen zu können, folgen nun Bilder, Textauszüge und Formen aus :"Das Lied der Glocke" von Friedrich von Schiller.
Fest gemauert in der Erden |
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Wohltätig ist des Feuers Macht, |
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Von dem Dome, |
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