Die Form der Klassenzimmerdecken
der Freien Waldorfschule Elmshorn
Als die Schulgemeinschaft 1990 den Schulneubau am Adenauerdamm bezog, fehlten sowohl aus finanziellen
als auch aus planerischen Gründen, die heutigen Decken. Die Gestaltung sowohl der Klassenzimmer- als auch der
Flurdecken sind dann nach pädagogischen und architektonischen Gesichtspunkten nach und nach durch
eine gemeinsame Planungsarbeit von Eltern und Lehrern entstanden. Die Einschränkung durch die bereits
gebauten gleichartigen Klassenzimmerformen bedeuteten eine zusätzliche Herausforderung und immer
wieder auch Zugeständnisse an den bereit vorhandenen Raum.
In die Entwurfsarbeit, die mit Raumnegativmodellen durchgeführt wurde,
sind sowohl Gedanken und Erfahrungen um den Entwicklungsstand der jeweiligen Klassenstufe als auch Wirkungen
von Raumformen eingeflossen.
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Die Decke der 1. Klasse hat eine rundliche Form. Die Form hat einen stark behütenden und bergenden Charakter |
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2. Klasse Die runde Form streckt sich und wird zu einer ellipsoiden Form. |
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3. Klasse Die Deckenform erhält eine deutliche Zweiteilung. |
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4. Klasse Die Zweiteilung wird abgeschwächt. Die Raumachse Hinten-Vorne wird stärker erlebbar. |
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5. Klasse Der Lehrerbereich ist nicht mehr wie in der dritten und vierten Klasse vom Schülerbereich abgesetzt. Die Raumformen sind harmonisch ausgewogen. |
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6. Klasse Die Raumachse Hinten-Vorne wird in dem rechteckigen Deckenspiegel deutlich spürbar. |
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7. Klasse: Die Deckenform konzentriert sich Richtung Tafelbereich. |
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Die achte Klasse hat durch die eingebrachten horizontalen und vertikalen Holzstützen viele zusätzliche rechte Winkel. Diese wirken hart. Man kann sie mit Korsettstangen vergleichen, die aufrichten, aber auch drücken sollen. |
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Die neunte Klasse hat noch eine starke Ausrichtung Vorne-Hinten. Die Formen geben zwar noch Halt fordern aber deutlich weniger Widerstand heraus. |
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10. Klasse und 11. Klasse In der Deckenform vollzieht sich ein grundlegender Wandel. Die Raumachse Vorne- Hinten ist aufgelöst: "Die voraus gehenden den Klassen sind alle symmetrisch aufgebaut. Diesen Formen ist gemeinsam, dass sie stärker von außen den Menschen formen und ihm Halt geben. Nimmt man ihm diese Hilfe weg, so muss diesen Halt, diese Orientierung der einzelne aus sich heraus aktiv entwickeln". (Werner Seyfert zur Einweihung des Schulneubaus in Heidenheim) |
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12. Klasse Die Decke hat nun wieder eine rundliche Grundtendenz. Von der behütenden Atmosphäre der ersten Klassen ist ebenso wenig zu spüren wie von der Konfrontation der Klassen der Mittelstufe. |
Diese Seiten wurden von Christopher Nagel im Rahmen des Informatikunterrichtes der 12. Klasse gestaltet.