Sozialpraktikum

Sozialpraktikum in Oldenburg

Zeit des Praktikums: April 2003 in der 11. Klasse

Das Sozialpraktikum in Oldenburg war geprägt durch verschiedene Eindrücke in den Bereichen: Behinderteneinrichtungen, Krankenhaus, Kindergärten, Bahnhofsmission, Obdachlosentagesstätte, Altersheim, Betriebe: Bäckerei und Kunststoffproduktion.

Behinderteneinrichtungen: Gertrudenheim

Im Gertrudenheim hatten Hannah, Angela, Sarah, Sara-Kim und Joscha die Möglichkeit Einblick in das Leben von Menschen zu bekommen, die nicht die Möglichkeiten haben ihr Leben alleine zu meistern. Wir arbeiteten in den Bereichen: Wohngruppe: für geistig behinderte Menschen. Wohngruppen: für schwerbehinderte Menschen. Fördergruppe: zum lernen einfacher Tätigkeiten.

Im Bereich der Wohngruppe für geistig behinderte Menschen, in der Sarah arbeitete, war es Aufgabe den Menschen in Sachen wie Einkaufen und Spazierengehen zu unterstützen oder ihnen einfach nur Gesellschaft zu vermitteln und ihnen so das Leben ein bisschen interessanter zu gestalten.

Kommentar:

Meine Arbeit bestand hauptsächlich darin, den Bewohnern, die etwa zwischen 50 und 80 Jahre alt sind, Gesellschaft zu leisten und ihnen bei ihren täglichen Aufgaben, z.B. im Haushalt, zu helfen. Die meisten waren jedoch vor- und nachmittags in Fördergruppen beschäftigt oder in hobbyähnliche Aktivitäten eingebunden, so dass nicht viel für mich zu tun war, (Sarah 3. 9. 2003)

Im Bereich der Schwerbehinderten Wohngruppen arbeiteten Angela, Hannah und Joscha. Wir hatten die Anfangszeiten meistens ein bisschen früher als die anderen Gruppen, da es auch Aufgabe war, den Leuten beim Aufstehen und der morgendlichen Toilette zu helfen, sprich Duschen, Zähneputzen und Anziehen. Man half danach bei der Frühstücksvorbereitung, dem Essenreichen und anderen alltäglichen Dingen die so anstanden. Die Bewohner wurden dann, bis auf ein paar Ausnahmen in die Fördergruppen gebracht und man hatte Zeit sich mit einzelnen Personen intensiver zu beschäftigen. Wir gingen spazieren oder einkaufen, halfen erläuternd beim Ausfüllen der Mappen der Bewohner, geduscht, Zustand des Zimmers usw.

Kommentar:

Meine Arbeit begann zwischen 7.00 und 8.00 Uhr, je nach Absprache. Man begann mit dem Wecken der Bewohner und half dann wie schon berichtet mit der Hilfe bei der morgendlichen Toilette, Frühstück, Begleitung zur Fördergruppe usw. Die Arbeit war durch ihre Individualität und den sehr direkten Umgang mit den Bewohnern eine komplett neue Erfahrung für mich, da ich vorher nie näheren Kontakt zu Menschen mit einer Behinderung hatte. Ich war überrascht davon, wie schnell sich die eigene Hemmschwelle, die einfach da war, ohne das böse zu meinen, sich in Luft auflöste und direkter auch körperliche Kontakt zur absoluten Normalität wurde. Weitere Begeisterung bei mir trat ein, als nach einigen Tagen manche Bewohner mich morgens erkannten und sich teils lautstark über die ihnen mitgeteilte Zuwendung freuten. Alles andere an Erzählung würde jetzt wahrscheinlich zu weit führen, alles in allem ein sehr cooles Praktikum was ich nur empfehlen kann. (Joscha, 1. 10. 2003)

In der Fördergruppe hat man als Bewohner des Heimes die Möglichkeit durch einfache handwerkliche Arbeiten sein Taschengeld aufzubessern und vor allem einfaches Tun und Arbeiten zu trainieren und zu verbessern. Die Gruppen werden jeweils von 2-3 Personen betreut und beaufsichtigt. Die Bewohner werden von Montags bis Freitags ab dem Frühstück bis zum Mittag und Nachmittags noch einmal für zwei Stunden von ihren Gruppenbetreuern in die Fördergruppe hin- und zurückgebracht.

Das gesamte Heim beinhaltet vier größere Gebäude wobei ein fünftes in Renovierung ist und überhaupt alles vor kurzem erneuert und renoviert wurde. Die Förderung beinhaltet Musik- und Tanzunterricht, Werkgruppen und verschiedene Gymnastikarten. Des weiteren haben die Bewohner die Möglichkeit sich im alltäglichen Arbeitsgeschehen des Heimes einzubinden, das heißt Unterstützung des Personals in den Abteilungen Wäscherei, Küche und Gärtnerei.

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Die Seite wurde erstellt von Joscha Rangenau !!!