Die Oberuferer Weihnachtspiele

Bei uns in der Freien Waldorfschule Elmshorn ist es dieses Jahr das erste Mal, dass Schüler bei den Oberuferer Weihnachtspielen mitspielen.
Fünf Schüler aus der zwölften Klasse haben sich bereit erklärt bei den Spielen mitzuwirken. Die Proben mit meinen Mitschülern sind sehr spannend und auch die Lehrer lernt man von einer ganz anderen Seite kennen. Viele Lehrer kennt man aus dem Unterricht nur als Schreckschrauben aber bei den Proben findet man teilweise sehr viel Humor bei Menschen, von denen man das gar nicht erwartet.
Hier einige Bilder von den Proben:
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Maria und Joseph im Stall an der Krippe. |
Die Geburt |
Die Hirten beim "Jesulein". |
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Die Hirten bei einer Probe noch im Eurythmieraum. |
Die Hirten bei der Hauptprobe auf der Bühne. |
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Der Sternsinger |
Die drei Wirte |
An jeder Waldorfschule in Deutschland werden vor Weihnachten die Oberuferer Weihnachtspiele aufgeführt. Gespielt werden diese Stücke meistens von Lehrern, manchmal erhalten diese aber auch Unterstützung von Eltern und dieses Jahr in unserer Schule auch von Schülern. Diese tun das als ein Geschenk an die Schulgemeinschaft und an alle Menschen, die sich von der besonderen Athmosphäre dieser Spiele in eine wahrhaft weihnachtliche Stimmung versetzen lassen wollen.
Diese Oberuferer Weihnachtspiele sind viele hundert Jahre alt und wurden noch bis weit in das 19.Jahrhundert hinein in der Gegend von Pressburg, im ungarischen Bergland, alljährlich von Bauernburschen aus Oberufer einstudiert und aufgeführt.
Das Amt des sogenannten Lehrmeisters, der auch die Texte, die Kostüme und Requisiten bewahrte, wurde oft vom Vater auf den Sohn vererbt. Und in jedem Herbst, wenn etwas mehr Zeit war, suchte sich der Lehrmeister unter den Jungen des Dorfes diejenigen zusammen, die er für geeignet hielt mitzuspielen.
Geprobt wurde fast täglich und die Gemeinschaft der Spieler - auch Kumpanei genannt - hatte sich während der ganzen Zeit strengen Regeln zu unterwerfen. Am ersten Advend begannen dann die Spiele und von nun an bis zum Dreikönigstag zog die Kumpanei an jedem Sonn- und Feiertag in ein anderes Dorf, um dort, meist im Gasthaus, ihre Spiele zu zeigen. Oft wurden die Spiele sogar mehrere Male wiederholt, bis auch die letzten Zuschauer gegangen waren.
Diese Webseite wurde im Rahmen des Informatikunterrichts der 12. Klasse von Solveig Losch erstellt.